Das Unternehmen IBOMBO aus Leszno, Hersteller moderner Fahrradinfrastruktur, wurde mit dem Deutsch-Polnischen Wirtschaftspreis 2026 ausgezeichnet. Jury und Publikum würdigten die dynamische Entwicklung des Unternehmens, seinen Erfolg auf dem deutschen Markt sowie das Kooperationsmodell mit deutschen Partnern, das den Aufbau einer globalen Marktposition in mittlerweile mehr als 45 Ländern ermöglicht hat.
Das Unternehmen IBOMBO Ride & Be Happy aus Leszno wurde mit dem Deutsch-Polnischen Wirtschaftspreis 2026 ausgezeichnet, einer der renommiertesten Ehrungen für Unternehmen, die die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen fördern.
IBOMBO entwickelt und produziert moderne Fahrradinfrastruktur für Städte. Seit den ersten Installationen in Warschau hat das Unternehmen seine Position auf internationalen Märkten konsequent ausgebaut. Heute sind die Lösungen von IBOMBO in mehr als 45 Ländern im Einsatz. Die Zahl der installierten Geräte überschreitet 25.000, davon rund 7.000 in Deutschland. Der Exportanteil liegt bei knapp 90 Prozent des Gesamtumsatzes.
Eine wichtige Rolle für die Entwicklung des Unternehmens spielte die Zusammenarbeit mit dem deutschen Partner SKS Germany aus Sundern. Die Partnerschaft, die sowohl den Import von Komponenten als auch den Export fertiger Produkte umfasst, ermöglichte den Aufbau eines starken Vertriebsnetzes und die erfolgreiche Expansion in weitere Auslandsmärkte.
Für die Auszeichnung ausschlaggebend waren nicht nur die Größe und Reichweite des Unternehmens, sondern auch die Art und Weise, wie es seine Geschäftsbeziehungen mit deutschen Partnern gestaltet. Jury und Publikum würdigten insbesondere innovative Lösungen, die sich dauerhaft auf dem deutschen Markt etabliert haben und in vielen europäischen Städten inzwischen zum Standard geworden sind. Hervorgehoben wurden zudem die kühne Zukunftsvision, die konsequente Umsetzung der Unternehmensstrategie sowie der Beitrag von IBOMBO zur Förderung nachhaltiger Mobilität.
Bei der Entgegennahme des Preises betonten die Unternehmensvertreterinnen Paulina Nowicka-Kubasik und Agnieszka Bajon die Bedeutung ihres Engagements für nachhaltige Mobilität sowie die gesellschaftliche Relevanz ihrer Projekte. Wie sie erklärten: „Wir sind überzeugt, dass das, was wir tun, sinnvoll ist und dass die ökologische Mobilität Zukunft hat.“ Zudem unterstrichen sie, dass die von IBOMBO entwickelten Lösungen dazu beitragen, Städte lebenswerter und funktionaler zu gestalten.
Die diesjährige Wettbewerbsrunde stieß auf großes Interesse. Aus insgesamt 39 Bewerbungen wurden Projekte ausgewählt, die die Vielfalt und das hohe Niveau der deutsch-polnischen Wirtschaftskooperation eindrucksvoll widerspiegeln. Zu den Finalisten gehörten außerdem die Unternehmen Apollogic, Colian, Havelland Express Frischdienst GmbH und Spyrosoft.
Die Bedeutung des Wettbewerbs geht jedoch weit über die Auszeichnung einzelner Unternehmen hinaus. Immer häufiger bildet die deutsch-polnische Zusammenarbeit die Grundlage gemeinsamer Initiativen von europäischer Tragweite. Darauf verwies auch Aleksander Siemaszko, Direktor der Abteilung für Handel und Internationale Zusammenarbeit im polnischen Ministerium für Entwicklung und Technologie. „Immer seltener sprechen wir ausschließlich über die deutsch-polnischen Beziehungen oder über das, was zwischen unseren beiden Ländern geschieht. Immer häufiger sprechen wir darüber, was Polen und Deutschland gemeinsam für Europa und die Welt tun können. Das ist ein Symbol dafür, welch langen Weg unsere Zusammenarbeit zurückgelegt hat.“, betonte Siemaszko.
Die diesjährigen Finalisten und der Gewinner des Wettbewerbs zeigen, dass deutsch-polnische Partnerschaften zunehmend nicht nur auf Handel basieren, sondern auch auf der gemeinsamen Entwicklung innovativer Produkte, der internationalen Skalierung von Geschäftsmodellen sowie der Bewältigung globaler Herausforderungen im Bereich wirtschaftlicher Transformation und nachhaltiger Entwicklung.
Der Deutsch-Polnische Wirtschaftspreis zeichnet Projekte aus, die in besonderer Weise zur Entwicklung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen beitragen und dabei Innovation, Partnerschaft sowie die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen fördern.
Der Wettbewerb stand unter der Schirmherrschaft der DIHK (Deutsche Industrie- und Handelskammer) sowie der Krajowa Izba Gospodarcza (Polnische Wirtschaftskammer).