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PIE-Bericht: KI-Strategie ist der Schlüssel zu 11 % BIP-Wachstum

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Die Kommission für Digitalisierung und Industrie 4.0 diskutierte im Oktober in Wrocław (Breslau) die Prioritäten für die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz in Polen vor dem Hintergrund eines Berichts des Polnischen Wirtschaftsinstituts (PIE).

Sitzung des Ausschusses für Digitalisierung in Wrocław_07.10.2025
AHK Polen

Während der Sitzung der Kommission, an der auch der PIE-Experte Filip Leśniewicz teilnahm, wurden die zentralen Herausforderungen und Chancen im Zusammenhang mit der Einführung von KI in Polen erörtert. Die zentrale Schlussfolgerung: Ohne die Umsetzung einer umfassenden Strategie wird die polnische Wirtschaft an Wettbewerbsfähigkeit verlieren.

 

Der PIE-Bericht schätzt, dass eine angemessene Nutzung von KI das polnische BIP bis 2030 um 11 % steigern könnte. Dennoch ist ein deutliches Ungleichgewicht im Bewusstsein zu erkennen:

  • Große Unternehmen: 74 % halten den Einsatz von KI für wichtig/ziemlich wichtig.
  • Kleine Unternehmen: Nur 44 % sehen in KI eine wichtige Richtung.

 

Experten betonen die Notwendigkeit eines strategischen Ansatzes bei der KI, anstatt sich auf enge, einzelne Bereiche zu beschränken.

  • KI als breit anwendbare Technologie: Es sollten Mittel für die Entwicklung vertikaler Elemente bereitgestellt werden – Forschung und Wissen.
  • Sektoren mit dem größten Potenzial:
    • Gesundheitswesen
    • Verteidigung und Widerstandsfähigkeit
    • Energiewirtschaft

 

In der Diskussion wurde hervorgehoben, dass KI ein ausgezeichneter Assistent, aber kein magischer Knopf ist. Die besten Ergebnisse werden erzielt durch:

  • Automatisierung sich wiederholender, formularbasierter Tätigkeiten (z. B. Bearbeitung von Anträgen).
  • Analyse großer Datensätze und Erkennung von Trends.
  • Das größte Produktivitätswachstumspotenzial liegt in KI-Anwendungen.

 

Fazit: Die Einführung von KI sollte durchdacht und strategisch erfolgen und nicht ausschließlich auf die Nutzung öffentlicher Tools, wie z. B. großer Sprachmodelle, reduziert werden.

Link zum PIE-Bericht: „Auf der Suche nach Prioritäten für die KI-Entwicklung in Polen

 

Herzlichen Dank an RA Wojciech Zając und RA Konrad Schampera für die Einladung der Kommission in die Kanzlei SDZLEGAL Schindhelm, Kanzlei Schampera, Dubis, Zając i Wspólnicy in Wrocław.

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