Am 11. Mai 2026 fand die Eröffnung des Projekts „Gaia AI Factory“ statt, zu der auch Vertreter des Präsidiums der Kommission für Digitalisierung und Industrie 4.0 der AHK Polska eingeladen waren.
In den historischen Räumlichkeiten der Krakauer Sukiennice fand die feierliche Einweihung des Projekts Gaia AI Factory statt, einer der größten Investitionen in die Entwicklung künstlicher Intelligenz in Polen und ein Schlüsselelement beim Aufbau eines europäischen KI-Ökosystems. Das Projekt, das vom Akademischen Rechenzentrum Cyfronet AGH gemeinsam mit Partnerinstitutionen im Rahmen der EuroHPC-JU-Initiative durchgeführt wird, ist von strategischer Bedeutung für die Stärkung der digitalen Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit Europas.
Die Gaia AI Factory ist eine moderne technologische Infrastruktur und ein Ökosystem der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft. Ihr Herzstück wird ein in Krakau ansässiger KI-Supercomputer sein, der vom Akademischen Rechenzentrum Cyfronet AGH verwaltet wird.
Das System wird auf einer „Künstlichen-Intelligenz-Fabrik“ in Polen und der Europäischen Union basieren, die Zugang zu einem der schnellsten Supercomputer Europas bietet. Dieser wird über eine Rechenleistung von etwa 10 Exaflops verfügen (was 10 Billionen mathematischen Operationen pro Sekunde entspricht).
Gaia steht für:
- eine Investition im Wert von ca. 70 Millionen Euro
- fast 1000 GPU-Beschleuniger
- Zugang zu moderner Supercomputer-Infrastruktur für Wissenschaft, Start-ups, Verwaltung und Industrie
- KI-Technologien für Medizin, Weltraumtechnik und Wissenschaft
Im Akademischen Rechenzentrum Cyfronet, wo Gaia eingerichtet werden soll, wurden bereits die polnischen Sprachmodelle Bielik und PLLuM trainiert. Für die Entwicklung von KI werden große Datenmengen zum Training benötigt – in der Industrie sind dies zahlreiche Sensoren, Steuerungen sowie MES-, SCADA- und APC-Systeme. Je mehr Akteure des Digitalisierungsökosystems an der Entwicklung von Digitalisierung und KI beteiligt sind und die in Gaia verfügbare Infrastruktur nutzen können – darunter auch die in der AHK zusammengeschlossenen Unternehmen –, desto größere Erfolge werden wir als polnische und europäische Wirtschaft sowie die darin tätigen Unternehmen erzielen.
Die Einladung der AHK zu dieser Einweihung war das Ergebnis unseres früheren Besuchs bei Cyfronet im Rahmen eines Auswärtstreffens der Kommission für Digitalisierung und Industrie 4.0 zusammen mit Mitgliedsunternehmen, die an den in dieser Einheit der AGH durchgeführten KI-Projekten interessiert sind.
An der Feier nahmen unter anderem der stellvertretende Minister des Ministeriums für Digitalisierung, Dariusz Standerski; die stellvertretende Ministerin des Ministeriums für Wissenschaft und Hochschulwesen, Maria Mrówczyńska; der Krakauer Bürgermeister, Aleksander Miszalski: der Rektor der AGH, Prof. Jerzy Lis; die Leitung des Akademischen Rechenzentrums Cyfronet mit dem Direktor Marek Magryś sowie zahlreiche Projektpartner, Vertreter aus Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft teil.