Vertreter der Kommission für Gesundheitsschutz nahmen im April 2026 während des Europäischen Wirtschaftskongresses in Katowice an einer thematischen Diskussion im Rahmen eines Runden Tisches am Stand der AHK in der German Lounge teil. Die Diskussion stand unter dem Motto „Zeit für Prävention: Die Gesundheit der Bevölkerung im Mittelpunkt der öffentlichen Politik“, wobei deutlich wurde: Wenn wir uns als Land weiterentwickeln wollen, müssen wir die Gesundheit der Bevölkerung als entscheidendes Kapital betrachten.
Ausgangspunkt für das Gespräch war ein Dokument mit Empfehlungen, das gemeinsam von der AHK Polen und der Französisch-Polnischen Wirtschaftskammer zur Stärkung der Gesundheitsprävention erarbeitet wurde.
Die wichtigsten Schlussfolgerungen aus der Diskussion:
- Die Ausgaben für Prävention steigen in Polen, sind aber immer noch deutlich niedriger als in vielen anderen europäischen Ländern – die Lücke ist real und spürbar.
- Wir wissen, was zu tun ist – die Herausforderung besteht weiterhin in der effektiven Umsetzung und der Erreichung der Bevölkerung.
- Prävention ist eine Investition: Jeder Złoty kann sich im System um ein Vielfaches auszahlen.
- Ungenutztes Potenzial: Arbeitsmedizin, Labordiagnostik und einfache Untersuchungen (oft schnell und kostengünstig) können die Erkennungsrate von Krankheiten deutlich verbessern.
- Chronische Krankheiten werden trotz verfügbarer Instrumente immer noch zu spät diagnostiziert.
Es war ein wertvoller Raum für den Dialog zwischen Verwaltung, Experten und Wirtschaft. Jetzt ist es Zeit für den nächsten Schritt: den Übergang von Empfehlungen zu konkreten Maßnahmen.
An der Diskussion nahmen teil: Sebastian Schubert (Boehringer Ingelheim Sp. z o.o.), Marcin Mucha (Bayer Sp. z o.o.), Prof. Dr. habil. Marcin Czech (Technische Universität Warschau), Sylwia Bakuła – Wieczorek (Sanofi), Monika Pintal – Ślimak (Nationale Kammer der Labordiagnostiker), Senator Wojciech Konieczny, Prof. Marcin Adamczak (Medizinische Universität Schlesien in Katowice), Dorota Ronek (Polnische Gewerkschaft der Krankenschwestern).