Der bilaterale Handelsumsatz zwischen Polen und Deutschland erreichte im vergangenen Jahr 180,4 Milliarden Euro. Das Handelsvolumen hat damit das erste Mal 180 Milliarden Euro überschritten. Polen seine Position unter den Handelspartnern Deutschlands deutlich gestärkt und nähert sich hinsichtlich des Volumens des bilateralen Handels Frankreich an. Dies geht aus den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor.
Polen behauptete wie in den vorigen Jahren seinen fünften Platz unter den wichtigsten Handelspartnern Deutschlands hinter China, den Vereinigten Staaten, den Niederlanden und Frankreich. Die deutschen Exporte nach Polen stiegen um 7 Prozent auf 99,96 Milliarden Euro im Jahr 2025, während die Importe von Waren aus Polen im gleichen Zeitraum ein Plus von 4,1s Prozent verzeichneten und 80,45 Milliarden Euro erreichten.
Dank des dynamischen Wachstums des bilateralen Handelsvolumens im Jahr 2025 hat Polen seine Position unter den Handelspartnern Deutschlands deutlich gefestigt und den Abstand zum viertgrößten Partner Frankreich verringert, dessen Handelsvolumen mit Deutschland im Jahr 2025 186,51 Milliarden Euro betrug.
An erster Stelle im Ranking der Außenhandelspartner Deutschlands steht China (251,84 Milliarden Euro), gefolgt von USA (240,52 Milliarden Euro) und den Niederlanden (209,48 Milliarden Euro).
„Die dynamisch wachsenden Handelszahlen zeigen klar, dass Polen sich zu einem Schlüsselpartner der deutschen Wirtschaft entwickelt hat. Als eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften Europas gewinnt Polen weiterhin Bedeutung als größter Absatzmarkt in Mittel- und Osteuropa. Umgekehrt steigt die Wertschöpfung in Polen produzierter Waren und Dienstleistungen“, betont Lars Gutheil, Hauptgeschäftsführer der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer (AHK Polen).“Gerade auf den Gebieten Infrastrukturentwicklung, Energie, Digitalisierung und Verteidigung wird Polen auch 2026 für die deutsche Wirtschaft hoch interessant bleiben“, weist Gutheil hin.
Polen belegte mit einem Ergebnis von 99,96 Milliarden Euro den vierten Platz unter den Exportpartnern Deutschlands, was einem Anstieg von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies ist gleichzeitig der höchste prozentuale Zuwachs unter den fünf größten Abnehmermärkten für deutsche Exporte. An erster Stelle bleiben die USA (146 Milliarden Euro). Die deutschen Exporte in diesen Markt gingen im vergangenen Jahr um 9,4 Prozent zurück. Auf den nächsten Plätzen folgten Frankreich (117 Mrd. Euro) und die Niederlande (112 Mrd. Euro). Italien (83,59 Mrd. Euro) belegte wie im vorigen Jahr den fünften Platz.
Polen bleibt auch der viertwichtigste Importpartner Deutschlands. Der Wert der aus Polen importierten Waren belief sich im vergangenen Jahr auf 80,45 Milliarden Euro, was ebenfalls einen soliden Anstieg von 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die wichtigsten Importmärkte für Deutschland sind China (171 Mrd. Euro), die Niederlande (98 Mrd. Euro) und die USA (94 Mrd. Euro), während Italien (72 Mrd. Euro) den fünften Platz belegt.
Die Umsatzdynamik im Jahr 2025 lässt auch für das laufende Jahr gute Aussichten erwarten. Das hohe Wirtschaftswachstum Polens, Infrastrukturinvestitionen und der hohe private Konsum sowie die Belebung der deutschen Wirtschaft sind Faktoren, die zu einem weiteren Anstieg des bilateralen Handels beitragen dürften.
„Der polnische Außenhandel hat trotz eines starken Zloty und wachsender Konkurrenz insgesamt zugelegt. Das unterstreicht die stabile Verfassung des polnischen produzierenden Gewerbes. Gerade in Zukunftsfeldern verfügt Polen heute über eine wachsende Zahl eigener Anbieter, die international wettbewerbsfähig sind oder die sogar zu Champions aufsteigen. Umgekehrt sind die Ansprüche polnischer Konsumenten gewachsen, was unter anderem deutschen Automobilproduzenten zugute kommt. Gerade in den wertigen Kategorien zeigte sich in Polen ein robuster Absatz an Fahrzeugen, der auf vielen anderen Auslandsmärkten so nicht erzielt werden konnte“, unterstreicht Gutheil.