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Polen, Deutschland und Frankreich wollen den Schienenverkehr ausbauen

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Während eines Treffens im Rahmen des Weimarer Dreiecks diskutierten der polnische Infrastrukturminister der polnische Verteidigungsminister sowie der deutsche Verkehrsminister und der französische Verkehrsminister über die Entwicklung des Schienenverkehrs zwischen den drei Ländern.

Polen, Deutschland und Frankreich wollen den Schienenverkehr ausbauen
© Ministerstwo Infrastruktury

Während eines Treffens im Rahmen des Weimarer Dreiecks diskutierten der polnische Infrastrukturminister Dariusz Klimczak, der polnische Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz sowie der deutsche Verkehrsminister Patrick Schnieder und der französische Verkehrsminister Philippe Tabarot über die Entwicklung des Schienenverkehrs zwischen den drei Ländern sowie über gemeinsame Aspekte des Verkehrs- und Verteidigungssektors. In diesem Zusammenhang wurden Fragen der Sicherheit der Verkehrsinfrastruktur angesichts der heutigen Bedrohungen angesprochen. Dariusz Klimczak stellte auch einen Plan für den Ausbau des Hochgeschwindigkeitsbahnverkehrs vor, der Warschau mit Berlin und Paris verbinden soll. Das Treffen, das am 17. Februar dieses Jahres in Warschau stattfand, endete mit der Unterzeichnung eines Abkommens über die trilaterale Zusammenarbeit im Bereich der Entwicklung des Schienenverkehrs.

 

Im Mittelpunkt der Gespräche des Weimarer Dreiecks standen Fragen der Sicherheit und Widerstandsfähigkeit von Verkehrssystemen, einschließlich der Dual-Use-Infrastruktur, der militärischen Mobilität und des Schutzes kritischer Infrastrukturen. Außerdem wurde eine Vereinfachung der Investitionsverfahren gefordert. Minister Klimczak betonte, dass der Verkehr ein strategischer Bereich von entscheidender Bedeutung für die Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit Europas sei.

 

Der stellvertretende Ministerpräsident und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz wies auf die bestehenden Wechselbeziehungen zwischen Verteidigung und Infrastruktur hin.

 

Er betonte, dass eine angemessen geplante und entwickelte Infrastruktur für die Gesellschaft von entscheidender Bedeutung sei, für die wirtschaftliche Entwicklung in Friedenszeiten von großer Bedeutung sei und die Mobilität der Streitkräfte in Konfliktzeiten sicherstelle. Als vorrangige Aufgaben in diesem Bereich nannte der Minister die Vereinfachung der Verfahren für Truppenbewegungen, effiziente Lieferketten sowie den Ausbau von Straßen, Eisenbahnstrecken und Seehäfen. Er wies darauf hin, dass die Sicherheitsstrategie Polens den Schutz von Transportwegen und kritischer Infrastruktur als zentrale Aufgaben hervorhebt.

 

Die Minister Dariusz Klimczak, Patrick Schnieder und Philippe Tabarot diskutierten auch über die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Verkehrssektors. Die Notwendigkeit, eine schnelle Eisenbahnverbindung zwischen Warschau und Berlin einzurichten, ist eines der häufig angesprochenen dringenden Anliegen in diesem Bereich. Minister Klimczak stellte während des Treffens einen Plan für den Ausbau des Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes vor, der eine schnelle Verbindung zwischen Warschau und Berlin und letztlich auch Paris vorsieht. Er betonte die Bedeutung des Projekts „Y” für die Entwicklung des Hochgeschwindigkeitsbahnverkehrs in Polen, das letztendlich den Zentralflughafen mit Warschau, Łódź, Posen und Breslau verbinden soll. Der Minister wies auch auf die Notwendigkeit hin, eine starke europäische Eisenbahnindustrie aufzubauen. 

 

Die Minister diskutierten über ein gemeinsames Angebot für Zugverbindungen zwischen Warschau, Berlin und Paris, die Möglichkeit der Einrichtung von Nachtverbindungen zwischen Polen, Deutschland und Frankreich sowie über die Finanzierung der Infrastruktur aus EU-Mitteln. Die Verbindungen zwischen den drei Ländern sollten Teil eines größeren europäischen Eisenbahnnetzes sein, das auch auf der Grundlage von Hochgeschwindigkeitszügen ausgebaut werden sollte. Ziel ist es, ein effizientes und modernes Eisenbahnnetz auf unserem Kontinent zu schaffen.

 

Während des Treffens wurde ein Abkommen über die Zusammenarbeit im Bereich Eisenbahn-, Straßen- und Seeverkehr unterzeichnet.

 

Am Tag zuvor hatte Minister Dariusz Klimczak außerdem mit Patrick Schnieder, dem deutschen Minister für die Entwicklung des Verkehrs zwischen beiden Ländern, Gespräche geführt. Die Minister unterzeichneten ein Abkommen über die Modernisierung und den Ausbau der Eisenbahnverbindungen zwischen Polen und Deutschland.

 

Das Hauptziel besteht vor allem darin, die Fahrzeiten der Züge zu verkürzen und die Anzahl der Verbindungen zu erhöhen. Das Abkommen umfasst neue Investitionen und die Modernisierung bestehender Strecken, sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke. Minister Klimczak kündigte an, dass Strecken wie Warschau – Berlin oder Krakau – Breslau – Zielona Góra – Berlin sowie eine mögliche Hochgeschwindigkeitsverbindung auf der Strecke Warschau – Posen – Berlin analysiert werden sollen.

 

Im Jahr 2025 nutzten über 1,2 Millionen Passagiere die Zugverbindungen zwischen Polen und Deutschland. Die Zahl der Fernverbindungen stieg von 11 auf 17. Die unterzeichnete Vereinbarung soll eine deutliche Verbesserung des Verkehrs zwischen den Ländern auf der Grundlage einer engen Zusammenarbeit in den Bereichen Investitionen und Analyse ermöglichen.

 

Minister Schnieder wies auf die entscheidende Bedeutung der Eisenbahn für die Entwicklung der gesamten gemeinsamen Wirtschaftsregion sowie für die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit Europas hin. Minister Klimczak bezeichnete das unterzeichnete Abkommen als ersten gemeinsamen Schritt auf dem Weg zur Schaffung eines hochmodernen internationalen Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes in der Europäischen Union.

 

Laut einer Mitteilung des Infrastrukturministeriums werden die Partner bei ihren Maßnahmen zur Entwicklung des grenzüberschreitenden Verkehrs darauf hinarbeiten, EU-Mittel wie den Fonds „Connecting Europe” in den Jahren 2028-2034 in vollem Umfang zu nutzen.

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