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„Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit schaffen – das ist unsere gemeinsame Entscheidung“

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Ein Gespräch mit Lyndsay Sullivan, Landesleiterin für die Abteilung Bayer Pharmaceuticals in der Region Mitteleuropa, Goldpartner der German Lounge beim 18. Europäischen Wirtschaftskongress in Kattowitz.

Bayer_German Lounge

AHK Polen: Warum haben Sie sich entschieden, Partner der German Lounge beim 18. Europäischen Wirtschaftskongress zu werden, und welche Erwartungen verbinden Sie mit Ihrer Teilnahme an diesem Projekt?

 

Lyndsay Sullivan: Der Europäische Wirtschaftskongress in Kattowitz ist eine etablierte Plattform für Dialog, die Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Technologie miteinander verbindet. Der Kongress bietet seit Jahren Raum für den Austausch von Wissen und Meinungen auf höchstem Niveau und deckt ein breites Spektrum wirtschaftlicher und regulatorischer Themen ab. Die diesjährige Ausgabe unter dem Motto „Die Kraft des Dialogs“ betont besonders die Bedeutung von Zusammenarbeit und Partnerschaft, um ein attraktives Geschäftsumfeld zu gewährleisten. Angesichts dynamischer geopolitischer Veränderungen, neuer Initiativen der Europäischen Union zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Binnenmarktes und wachsender politischer Unsicherheiten können Polen und Deutschland eine treibende Kraft für positive Veränderungen in Europa sein – zusammen mit der AHK und unseren Partnern unterstützen wir diese Bestrebungen. Bei unserer wiederholten Teilnahme von Bayer am Kongress möchten wir unsere gemeinsame Vision teilen, dort, wo wir über Grenzen hinweg zusammenkommen.

 

AHK Polen: Das Motto der diesjährigen Ausgabe der German Lounge lautet: „Die Kraft der Synergie – Innovation, Partnerschaft, Resilienz“. Wenn Sie ein Element nennen müssten, das heute am besten die „Kraft der Synergie“ in Ihrer Branche angesichts der aktuellen geopolitischen Herausforderungen definiert, welches wäre das?

 

LS: Aus unserer Perspektive definiert sich die „Kraft der Synergie“ insbesondere durch die Fähigkeit, breite Partnerschaften aufzubauen – zwischen Wirtschaft, öffentlichem Sektor und Wissenschaft. In Zeiten wachsender geopolitischer Unsicherheit ermöglicht gerade die Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette, Innovationen effektiv zu skalieren und Resilienz in einem instabilen Umfeld zu stärken. Angesichts des Trends, dass Europa an Investitionsattraktivität gegenüber den USA und China verliert – insbesondere im Bereich Life Sciences – betont die EU die Notwendigkeit, die Position zu stärken. Europa verfügt über exzellentes Forschungs- und Industriepotenzial, und dessen Überführung in Wirtschaftswachstum könnte durch regulatorische Vorhersehbarkeit und langfristige, investitionsfördernde Perspektiven unterstützt werden. Andernfalls verlieren wir weiterhin an Bedeutung als Standort für Life-Sciences-Investitionen. Um dies zu verhindern, sind Konsens und die gemeinsame Umsetzung von Prioritäten erforderlich.

 

AHK Polen: Welche Rolle kann die deutsch-polnische Wirtschaftszusammenarbeit bei der Stärkung der Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit Europas spielen, und welche Bereiche gemeinsamer Investitionen oder Initiativen wären entscheidend, um dieses Ziel zu erreichen?

 

LS: Einer der Hauptpfeiler der wirtschaftlichen Resilienz Europas sollten Prioritäten im Gesundheitswesen und im Bereich Life Sciences sein. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass ohne gesunde Gesellschaften und einen starken Produktionssektor für Lebensmittel kein nachhaltiges Wirtschaftswachstum möglich ist. Europa steht vor einer grundlegenden Wahl: Gesundheit und Innovation als Kostenfaktor zu betrachten oder als Investition in Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftswachstum und Sicherheit. Zusammenarbeit – einschließlich der deutsch-polnischen Partnerschaft – ermöglicht die Kombination komplementärer Kompetenzen: beschleunigten Zugang zu Innovationen und industrielle Skalierung einerseits sowie wachsende Forschungsfähigkeiten und Marktpotenzial andererseits. Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit angesichts globaler Herausforderungen zu schaffen – das ist unsere gemeinsame Aufgabe.

 

AHK Polen: Vielen Dank für das Gespräch.

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