Volkswagen Poznań hat die Ergebnisse des vergangenen Jahres vorgestellt. Das Unternehmen, weltweit einziger Hersteller der Modelle Caddy und Crafter, verzeichnete einen Absatz von 236.000 Fahrzeugen, während die Gießerei mit der Produktion von fast 4,8 Millionen Bauteilen einen historischen Rekord erzielte. Trotz der angespannten Lage auf dem Automobilmarkt plant das Unternehmen Entwicklungsinvestitionen und konzentriert sich dabei insbesondere auf Lösungen für die Elektromobilität.
Der Absatz von Hybridfahrzeugen steigt
Im vergangenen Jahr verließen 236.000 Fahrzeuge die Werke in Posen und Września. Obwohl die Gesamtproduktion des Unternehmens im Vergleich zum Rekordjahr 2024 um 13 Prozent zurückging, behauptet Volkswagen Posen seine Position als einer der führenden Hersteller von leichten Nutzfahrzeugen. Im Jahr 2025 machte das Modell Caddy den größten Anteil der produzierten Fahrzeuge aus, sowohl in der Version mit konventionellem Antrieb als auch als Plug-in-Hybrid; diese Fahrzeuge wurden von Polen aus auf Märkte weltweit geliefert. Auch in Polen steigt ihre Beliebtheit – im Vergleich zu 2024 wurden 12 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft, womit das Jahr mit 3.463 Stück abgeschlossen wurde.
Die Entwicklung der Elektromobilität und neue Investitionen
Das Werk in Września, das für die Produktion der Modelle Crafter und MAN TGE zuständig ist, stellte im Jahr 2025 fast 101.000 Fahrzeuge her, was fast dem Rekordwert von 2024 entspricht. Den größten Teil des Volumens machte traditionell das Modell Crafter aus, das von Września aus auf die Märkte weltweit gelangt. Im vergangenen Jahr wurden fast 70.000 dieser Fahrzeuge hergestellt, während mehr als 31.000 Exemplare auf das Schwestermodell MAN TGE entfielen.
Im Jahr 2026 feiert das Werk sein 10-jähriges Bestehen. Innerhalb eines Jahrzehnts hat es sich zu einem der wichtigsten und technologisch fortschrittlichsten Produktionszentren für leichte Nutzfahrzeuge in Europa entwickelt. Derzeit investiert das Werk in den Ausbau der Infrastruktur, darunter den Bau von zwei neuen Hallen mit einer Gesamtfläche von 60.000 m², in denen das vollelektrische Crafter-Modell produziert werden soll, wodurch die Kompetenzen des Werks im Bereich der Elektromobilität gestärkt werden.
Rekordergebnis der Gießerei Volkswagen Poznań
Das Volkswagen-Gießereiwerk in Posen produzierte im Jahr 2025 fast 4,8 Millionen Bauteile, was einem Anstieg von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies ist das beste Ergebnis in der Geschichte des Werks. Zu den Produkten gehörten unter anderem Zylinderköpfe, Lenkgetriebegehäuse und Komponenten für Elektromotoren, die in den Modellen der ID-Familie zum Einsatz kommen, sowie Radträger für die MEB-Plattform, was der Strategie des Konzerns im Bereich der Elektromobilität entspricht. Die Inbetriebnahme der Prototypengießerei und die Produktion neuer Komponenten sind eine strategische Entscheidung, die die Position des polnischen Unternehmens innerhalb der Konzernstrukturen stärkt.
Der größte Arbeitgeber in Großpolen
Volkswagen Poznań bleibt mit über 9.000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber in Großpolen. Das Unternehmen arbeitet mit polnischen Zulieferern zusammen und bezieht von ihnen rund 70 Prozent der in der Produktion verwendeten Teile. Im Land werden unter anderem Karosserieteile, Motoren, Frontpartien, Sitze und Rückleuchten hergestellt. Die Volkswagen-Gruppe in Polen, zu der auch andere Unternehmen des Konzerns gehören, beschäftigt insgesamt über 21.000 Mitarbeiter.
Quelle: VW Poznań