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Airbus setzt auf Polen

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Airbus, einer der weltweit größten Luft- und Raumfahrtkonzerne, hat beschlossen, ein neues Entwicklungszentrum für die zivile Luftfahrt in Krakau anzusiedeln. Dies ist ein bedeutendes Signal, das die wachsende Bedeutung Polens als wichtiger Technologiepartner für weltweit führende Unternehmen der Hochtechnologiebranche unterstreicht. Besonders wichtig ist, dass dies das einzige Entwicklungszentrum von Airbus Commercial Aircraft in Europa außerhalb von Frankreich, Deutschland, Spanien und Großbritannien sein wird.

Airbus setzt auf Polen
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Airbus, einer der weltweit größten Luft- und Raumfahrtkonzerne, hat beschlossen, ein neues Entwicklungszentrum für die zivile Luftfahrt in Krakau anzusiedeln. Dies ist ein bedeutendes Signal, das die wachsende Bedeutung Polens als wichtiger Technologiepartner für weltweit führende Unternehmen der Hochtechnologiebranche unterstreicht. Besonders wichtig ist, dass dies das einzige Entwicklungszentrum von Airbus Commercial Aircraft in Europa außerhalb von Frankreich, Deutschland, Spanien und Großbritannien sein wird.

 

Die Entscheidung von Airbus ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis einer langjährigen Zusammenarbeit mit der polnischen Luftfahrtbranche, des Zugangs zu hochqualifizierten Ingenieuren sowie einer starken akademischen und technologischen Basis. Krakau gehört seit Jahren zu den führenden Zentren für neue Technologien in Mittel- und Osteuropa, und die hier ansässigen technischen Hochschulen, Forschungszentren, IT-Firmen und innovativen Unternehmen bilden ein Ökosystem, das die Umsetzung anspruchsvollster Ingenieurprojekte begünstigt.

 

Das neue Zentrum wird im vierten Quartal 2026 seinen Betrieb aufnehmen und die globalen Programme von Airbus Commercial Aircraft unterstützen, wie der Konzern in einer Pressemitteilung ankündigte. Der Arbeitsumfang umfasst den gesamten Entwicklungszyklus von Passagierflugzeugen: von der Konstruktion, Modellierung und technischen Analyse über die Erprobung bis hin zu den Zertifizierungsprozessen.

 

Das Krakauer Team wird sich unter anderem auf die Konstruktion von Flugzeugstrukturen, die Systemintegration sowie Festigkeits- und Spannungsanalysen spezialisieren. Die in Polen beschäftigten Ingenieure werden sowohl an der Umsetzung der laufenden Programme des Konzerns als auch an der Entwicklung einer neuen Generation von Passagierflugzeugen mitwirken.

 

Die Investition ist Teil der langfristigen Entwicklungsstrategie von Airbus in Polen. Das Unternehmen ist seit 25 Jahren in unserem Land tätig und baut sein Engagement schrittweise aus. Derzeit baut Airbus seine Aktivitäten an mehreren Standorten aus: In Warschau befasst sich das Unternehmen mit Flugzeugstrukturen, der Herstellung von Kabelbäumen und dem Kundendienst, in Łódź führt es Projekte im Bereich der Entwicklung und Erprobung von Hubschraubern durch, während es in Danzig über die Gesellschaft Skywise ein europäisches Zentrum für die Verarbeitung und Analyse von Flugdaten betreibt.

 

Das Ausmaß der Investitionen spiegelt sich in den steigenden Ausgaben des Konzerns für seine Aktivitäten in Polen wider. Im Jahr 2024 gab Airbus im Land 627 Millionen Dollar aus, gegenüber 500 Millionen Dollar im Vorjahr. Das Unternehmen geht davon aus, dass die jährlichen Ausgaben bis zum Ende des Jahrzehnts auf rund 1 Milliarde Dollar steigen werden. Gleichzeitig ist eine Aufstockung der Belegschaft von derzeit rund 950 auf etwa 1.500 Mitarbeiter geplant. Schätzungen zufolge trägt die Geschäftstätigkeit von Airbus bereits heute zur Schaffung von rund 12.000 Arbeitsplätzen in Polen bei, wobei die gesamte Lieferkette und die Geschäftspartner berücksichtigt werden.

 

Die Entscheidung von Airbus für Polen hat auch eine strategische Dimension. Der Konzern, zu dessen Aktionären unter anderem die Regierungen Deutschlands, Frankreichs und Spaniens gehören, baut seine wichtigsten ingenieurtechnischen Kompetenzen ausschließlich an ausgewählten Standorten aus. Die Aufnahme Krakaus in den Kreis der europäischen Zentren, die für die Entwicklung von Verkehrsflugzeugen zuständig sind, ist eine Anerkennung der Qualität des polnischen technischen Know-hows, der Kompetenz lokaler Fachkräfte und des Potenzials des nationalen Sektors für neue Technologien.

 

Das neue Zentrum wird zudem zusätzliche Möglichkeiten für die Zusammenarbeit zwischen Industrie, Hochschulen und Forschungseinrichtungen schaffen. Airbus kündigt an, die Beziehungen zu polnischen Hochschulen, Forschungszentren, Start-ups und Industriepartnern auszubauen. Dadurch können Krakau und Polen zu einem noch wichtigeren Akteur im europäischen Innovationsökosystem der Luftfahrtbranche werden.

 

Die Bedeutung dieser Entscheidung wird auch durch die jüngsten Entwicklungen auf dem polnischen Luftfahrtmarkt unterstrichen. Im Jahr 2025 unterzeichnete PLL LOT mit Airbus einen Vertrag über die Lieferung von 40 Flugzeugen des Typs A220 mit der Option auf eine Erweiterung der Bestellung auf 84 Maschinen. Der Auftragswert wird auf rund 9 Milliarden Euro geschätzt. Die Verbindung einer milliardenschweren geschäftlichen Zusammenarbeit mit der Entwicklung fortschrittlicher ingenieurtechnischer Kompetenzen in Polen zeigt, dass die Beziehungen zwischen Airbus und Polen eine neue, strategische Ebene erreichen.

 

Die Eröffnung des Ingenieurzentrums in Krakau bestätigt, dass Polen heute als zuverlässiger Technologiepartner wahrgenommen wird, der in der Lage ist, an der Konzeption und Entwicklung der fortschrittlichsten Lösungen in der weltweiten Luftfahrt mitzuwirken. Damit festigt Polen seine Position als eines der wichtigsten Kompetenzzentren für Ingenieurwesen und Technologie in Europa.

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