Das Briefing für die Gäste wurde von Paweł Kwiatkowski, Leiter der Marktberatung bei der AHK Polen, und Christopher Fuß, Korrespondent von Germany Trade & Invest (GTAI) in Polen, durchgeführt. Im Rahmen des Treffens wurden die wichtigsten Informationen zur polnischen Wirtschaft, zu ihrem Wandel sowie zu den Möglichkeiten der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Polen und Deutschland vorgestellt.
Im ersten Teil wurden die Aktivitäten der AHK Polen vorgestellt; anschließend wurde der Weg Polens seit Beginn der wirtschaftlichen Transformation im Jahr 1989 über den Beitritt zur Europäischen Union bis hin zu seiner heutigen Position als eines der sich am dynamischsten entwickelnden Länder Europas erörtert. Die Gäste erhielten zudem einen Einblick in die mittelfristigen Prognosen zum Wirtschaftswachstum, die Lage auf dem Markt für Anlageimmobilien, den Ausbau der Straßeninfrastruktur und des Autobahnnetzes sowie die wichtigsten Sektoren der polnischen Wirtschaft.
Auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt wurde beleuchtet. Es wurden die aktuellen Arbeitslosen- und Lohnzahlen vorgestellt, die Bedeutung von Arbeitskräften und Migranten aus der Ukraine für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes sowie die für Polen charakteristische Arbeitsmoral, Flexibilität und hohe berufliche Motivation. Außerdem wurden die Veränderungen in der Einstellung zur Arbeit bei den jüngeren Generationen sowie die wachsende Bedeutung der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben diskutiert.
Ein weiteres wichtiges Thema waren Innovationen und neue Technologien. Die Teilnehmer erhielten einen Einblick in das Potenzial des polnischen IT-Sektors, der Start-ups, der Forschungs- und Entwicklungszentren sowie der modernen Unternehmensdienstleistungen. Außerdem wurden die größten Investitionsprojekte vorgestellt, die in den kommenden Jahren in Polen geplant sind, darunter Infrastruktur-, Energie- und Verkehrsprojekte. Besonderes Interesse weckten Projekte im Zusammenhang mit der Energiewende, dem Ausbau erneuerbarer Energien, der Kernenergie sowie der Modernisierung des nationalen Verkehrsnetzes.
Ein wichtiger Bestandteil des Treffens waren auch die deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen. Erörtert wurden die Bedeutung Deutschlands als wichtigster Handelspartner Polens, das Ausmaß des gegenseitigen Warenhandels sowie die Rolle deutscher Investitionen für die Entwicklung der polnischen Wirtschaft. Hervorgehoben wurden zudem die immer häufiger werdenden Beispiele für Übernahmen deutscher Unternehmen durch polnische Firmen, was die wachsende Reife und Kapitalkraft der polnischen Wirtschaft verdeutlicht.
Das Treffen diente in erster Linie der Information und fand in einer Atmosphäre offener Diskussion statt. Die Gäste stellten Fragen zu den Entwicklungsperspektiven der polnischen Wirtschaft, zur deutsch-polnischen Zusammenarbeit, zur Energiewende und den damit verbundenen ökologischen Herausforderungen sowie zu den möglichen Chancen für die Einführung des Euro in Polen.
Wir bedanken uns herzlich bei den Teilnehmern des Nachwuchskräfteprogramms für ihren Besuch bei der AHK Polen und für ihr großes Interesse an Polen und seiner Wirtschaft. Wir hoffen, dass die gegenseitigen Kontakte und der Erfahrungsaustausch die weitere Entwicklung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Polen und Bayern fördern werden.